Klassischer Uhles / Döppekuchen / Kesselsknall

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Ein klassisches kölsches Gericht, der Döppekuchen, im Rheinland auch Kesselsknall oder Uhles genannt ist ein absolutes Kultgericht. Zwischen “Halver Hahn” und “Himmel und Äd” ist der “Döppekoche” eher ein unbekannteres Gericht. Warum?

Einen klassischen Uhles zuzubereiten ist mit Arbeit verbunden. Nicht unbedingt viel, aber immerhin muss man ordentlich was dafür machen und vor allem bringt es nichts den Uhles oder Döppekoche in zu kleiner Menge herzustellen, deshalb braucht ihr hierfür auch unbedingt einen Bräter oder Römertopf, denn eine Auflaufform reicht nicht, geht auch, schmeckt aber nicht. Uhles ist ein Gericht wie ein Eintopf, den macht man nicht in kleiner Menge, weil der Geschmack nur richtig rüberkommt wenn man eine ordentliche Menge macht.

Als Anmerkung: Es ist an dieser Stelle egal ob ihr ein Originalrezept für Uhles gesucht habt oder ein Döppekoche Rezept aus Köln, selbst ein Original Kesselsknall Rezept ist alles das Gleiche, damit es leichter wird nennen wir das hier das original Uhles Rezept. Ich selbst habe das Gericht als Uhles kennen und lieben gelernt. Aus diesem Grund nennen wir das hier auch Uhles Rezept.

Ihr benötigt für einen Uhles:

  • Einen Bräter bzw Römertopf
  • Eine Vierkantreibe oder Küchenmaschine
  • 6-10 Kilo Kartoffeln
  • 2-4 Zwiebeln
  • 3 Eier
  • 500 gr. Speckwürfel
  • 8-10 Mettwürstchen
  • Pfeffer, Salz, Muskat (gerieben)
  • Pflanzenöl

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Zubereitung:

Die Zubereitung könnte einfacher nicht sein. Ihr schält die Kartoffeln, komplett, ja alle! Jetzt werden die Kartoffeln gerieben. Bei einer Vierkantreibe habt ihr 2 verschiedene Größen, nehmt etwa 20% grob und 80% fein. Danach werden die Zwiebeln geschält und ebenfalls klein geschnitten, ihr könnt die auch reiben wenn ihr besonders hart seid, aber auf kleine Würfel geschnitten reicht auch. Nun die Mettwürstchen ebenfalls auf Scheibchen schneiden und alles zusammen in einer großen Schüssel zusammenwerfen. Die Eier aufschlagen und dazugeben, Speck ebenfalls drunter geben und alles gut vermengen.

Das Ganze würzt ihr nun noch mit viel einer guten Portion Salz und Pfeffer und einer Ladung geriebener Muskatnuss. Wieviel, das müsst ihr ausprobieren, hier macht nur die Erfahrung den Meister, es sei denn ihr wollt die Pampe wirklich probieren 😉 Ich jedenfalls nicht. Als Faustregel kann man sagen: am meisten Salz, weniger Pfeffer und noch weniger Muskatnuss, Muskat ist sehr stark. Nun nochmal alles gut durchmischen.

Nun gebt ihr eine Lage Öl in den Bräter, der Boden sollte bedeckt sein, damit das Ganze nicht anbrennt. Die gut gemischte Pampe nun zwischen den Händen ausdrücken, es entweicht sehr viel Kartoffelstärke. Die Kartoffelstärke kann man später noch brauchen, also nicht wegschütten! Der ausgedrückte rohe Uhles wird nun wieder etwas aufgelockert und in den Bräter gegeben. Das macht ihr nun mit der kompletten Mischung, bis ihr nichts mehr habt. Von der Kartoffelstärke gebt ihr nun so viel über den Uhles im Bräter bis ein wenig Flüssigkeit oben drauf stehen bleibt.

Nun den Deckel auf den Bräter und ab in den vorgeheizten Ofen (200 Grad), das Ganze jetzt 30 Minuten mit geschlossenem Deckel aufwärmen, danach den Deckel vom Bräter abnehmen und den Uhles noch weitere 1,5-2 Stunden im Ofen belassen. Ob der Uhles gut ist könnt ihr ähnlich feststellen wie bei einem Kuchen, wenn ihr mit einem Holzstäbchen durch den Uhles stoßt und es bleibt nix dran kleben ist der Uhles gut. In der Regel solltet ihr aber mit 2 Stunden Gesamtzeit bei 200 Grad gut klarkommen. War der Ofen vorher nicht aufgeheizt lasst ihr den Deckel 20 Minuten länger drauf und verlängert die Garzeit auch um 20 Minuten.

Wenn der Uhles oben drauf schön dunkel und knusprig ist, ist er fertig.

Uhles / Döppekoche / Kesselsknall roh im Ofen

Anmerkungen/Hinweise:

Serviert wird Uhles klassisch mit Apfelmus oder Rübenkraut. Ich persönlich bevorzuge Apfelmuß. Uhles kann zwar auch in wesentlich kleinerem Umfang gemacht werden, aber den typischen Geschmack von gut gegaarten Kartoffeln, kombiniert mit den Röstaromen der an den Seiten dunkel gewordenen Kartoffeln stellt sich natürlich nur in größeren Mengen ein. Nur so schmeckt Uhle wirklich gut, alles unter 5 Kilo Kartoffeln kann gut werden aber nicht hervorragend und nicht Original. Nutzt ihr eine Küchenmaschine seid ihr natürlich sehr schnell fertig, darauf bezieht sich auch die abschließende Wertung. Ihr könnt locker 3 Tage vom Uhles essen, der hält sich auch ohne Kühlung problemfrei 3 Tage, außer vielleicht im Hochsommer.

Es gibt eine Menge Menschen die einen Uhles mit anderen Zutaten machen. Es gibt Varianten mit Schmand, Sahne und Kasseler statt Mettwurst. Es gibt Menschen die haben keine Lust Kartoffeln zu reiben und kaufen lieber Reibekuchenteig und mischen das mit Kloßteig. Das ist weder Original noch schmeckt das vernünftig, das verändert komplett den Geschmack da fertige Reibekuchen anders gewürzt sind und KLoßteig eigentlich viel zu fein. Wir halten uns hier an das klassische überlieferte Originalrezept, so und nicht anders funktionierts 😉 eigentlich kinderleicht

Original Uhles
  • 7/10
    Wie lange dauerts? (1=ewig bis 10=Superschnell) - 7/10
  • 10/10
    Wie leicht zu machen? (1=total aufwendig bis 10=kann jedes Kind) - 10/10
  • 10/10
    Wie teuer ist es (1=Luxusessen aus dem Sternetempel bis 10=superbillig) - 10/10
  • 8/10
    Wie schmeckts (1=schrecklich bis 10=Gourmettempel) - 8/10
8.8/10

Kurzfassung

Der klassische Uhles ist ein Rheinländisches Gericht. Das Originalrezeot wird als Uhles, Döppekoche, Topkuchen, Kesselsknall und unter anderen Namen verbreitet.

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